Lawinensituation in Tirol: Der freie Skiraum beginnt neben der Piste. 25 Ortsstellen im Einsatz – eindringlicher Appell zur Zurückhaltung bei Warnstufe 4
Tirol, 20. Februar 2026 – Aufgrund zahlreicher Lawinenabgänge und der damit verbundenen aufwendigen Rettungseinsätze stand die Bergrettung Tirol heute im Dauereinsatz. Die aktuelle Prognose des Lawinenwarndienstes Tirol mit verbreitet großer Lawinengefahr (Warnstufe 4) spiegelt sich unmittelbar in der Einsatzlage wider.
Bis 16:35 Uhr wurden 25 Ortsstellen der Bergrettung Tirol zu insgesamt 23 Einsätzen gerufen. Zusätzlich waren die Hundestaffeln Oberland, Mitte und Unterland mit 12 Hundeführer:innen sowie die Bergrettungsärzte im ununterbrochenen Einsatz. Die hohe Anzahl paralleler Einsätze stellt eine außergewöhnliche Belastung für alle Einsatzkräfte dar.
Die derzeitigen Witterungsbedingungen mit starkem Wind, eingeschränkter Sicht und anhaltenden Niederschlägen erschweren die Rettungsmaßnahmen erheblich. Flugrettungseinsätze sind derzeit nur eingeschränkt oder teilweise gar nicht möglich. Viele Einsätze müssen daher bodengebunden durchgeführt werden, was sowohl die Dauer der Bergungen als auch das Risiko für die Einsatzkräfte erhöht.
Landesleiter Ekkehard Wimmer:
„Heute ist ein Großkampftag für unsere Einsatzkräfte. Die Vielzahl an Einsätzen innerhalb weniger Stunden zeigt, wie angespannt die Situation ist. Wir richten einen nochmaligen eindringlichen Appell an alle Wintersportlerinnen und Wintersportler: Bei Lawinenwarnstufe 4 sollte der freie Skiraum tabu sein.“
Er weist zudem darauf hin, dass der freie Skiraum unmittelbar neben der Piste beginnt. „Das ist eine harte Grenze, wie der heutige Tag deutlich gezeigt hat.“
Die Bergrettung Tirol ersucht alle Wintersportbegeisterten dringend, die aktuellen Lageberichte des Lawinenwarndienstes Tirol strikt zu beachten, auf gesicherte Pisten auszuweichen und eigenverantwortlich zu handeln.









