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Rustikales Äußeres - High Tech im Inneren
Seit 2007 dient das Ausbildungszentrum Jamtal als Schulungszentrale für aktive und werdende Bergretter.
Die Hütte wurde seitdem laufend modernisiert und ermöglicht so die Durchführung von Kursen nach neuestem Stand der Technik. Es gibt wohl wenige Berghütten, bei denen ein Glasfaserkabel bis in den Lehrsaal führt - seit 2014 genießen alle Besucher die Vorzüge des extrem schnellen WLANs.

Auch in der Umgebung der Hütte wurden perfekte Rahmenbedingungen für die Ausbildung geschaffen - sei es für die Rettung aus einer defekten Seilbahn, aus einer Steilwand oder der Schlucht eines Wildbaches. Alle Szenarien können, nur einen Steinwurf von der Hütte entfernt, durchgespielt werden. Und dann ist da noch die Nähe zu den 3000ern der Silvretta und ihren mächtigen Gletschern...
UNSER AUSBILDUNGSZENTRUM
Einst als Hochgebirgsschule der Zollwache erbaut, stellt die Hütte nun das Herz der Ausbildungstätigkeit der Bergrettung Tirol dar.

Die beiden Häuser blicken dabei auf eine bewegte Geschichte zurück. Während der NS-Zeit gelang vielen vom Regime verfolgten Personen die Flucht in die Schweiz. Unterstützt wurden sie dabei durch einheimische Bergführer, die wegen ihrer Ortskenntnis exzellente Fluchthelfer waren. Die Führung der Zollwache reagierte daher mit dem Bau einer Hochgebirgsschule, welcher 1941 abgeschlossen wurde. Zu dieser Zeit waren bis zu 40 militärisch ausgerüstete Zöllner im Dienst.

Nach dem Krieg durchliefen Beamte der Zollwache aus ganz Österreich 14-tägige Sommer- und Winterkurse im Jamtal. Neben unzähligen lustigen Anekdoten erinnern sich ehemalige Ausbilder auch an viele heikle Situationen, wenn man beispielsweise wetterbedingt für eine Woche oder mehr von der Außenwelt abgeschnitten war.

Schließlich konnte die Bergrettung, dank der Unterstützung des Landes Tirol, intensiv in das Ausbildungszentrum investieren. Mit der feierlichen Eröffnung im Juli 2007 wurde das vorerst letzte Kapitel der Hütte aufgeschlagen.
Informationen
zur Ausbildung
PDF Kurskalender
Alle Kurse auf einen Blick:
unser aktueller Kurskalender
PDF Leseprobe "Perfekt"
Seiltechnik der Bergrettung Tirol
PDF Leseprobe "Moderne Rettungstechniken"
So arbeiten wir bei technisch
anspruchsvollen Einsätzen
PDF Leseprobe "Rasterfahndung im Schnee"
Unsere Strategie
beim Lawineneinsatz
Infos zu den Alpin-Medics
Erste Hilfe im alpinen Gelände:
Taktische Alpinmedizin
Eine sehr erfüllende Aufgabe.
Als Bergretterin kann ich meine Liebe und Leidenschaft zu den Bergen mit einer guten Tätigkeit verbinden. Eva-Maria S.
Kursberichte

Kursbericht: Dyneema II und Alpin-Medic II – 21. bis. 23. Juli 2017

Die Bergrettung Tirol nutzt schon seit vielen Jahren hyperstatische Seile aus Dyneema. Trotz ihres geringen Durchmessers von nur 8 mm sind diese mantellosen Seile extrem robust und dank ihres geringen Gewichts für den Einsatz bei der Bergrettung ideal. Wie bei jedem speziellen Werkzeug braucht es aber eine ordentliche Portion Fachwissen um sicher damit umgehen zu können.

Der Fortbildungskurs Dyneema II richtet sich daher an erfahrene Bergretter die bereits mit den Standard-Dyneema-Bergetechniken (Mannschaftsseilrolle und Mannschaftsflaschenzug) gearbeitet haben und sich nun Expertenwissen für Spezialeinsätze aneignen wollen.

Wie die Fotos verraten gab es von diesen „Spezialeinsätzen“ im Rahmen von Übungen im Ausbildungszentrum Jamtal jede Menge! Beispielsweise mussten die Teilnehmer eine Seilbahn quer über eine Schlucht spannen, um einen Patienten aus seiner misslichen Lage auf einem Stein, mitten im reißenden Wildbach, zu befreien.

Wie bei unseren Fortbildungskursen üblich, wurden die „Techniker“ tatkräftig vom Kursteil „Alpin-Medic II“ unterstützt. Unsere Medics lernen im Rahmen ihrer dreiteiligen Ausbildung die anspruchsvollen medizinischen Grundlagen für die ideale Notfallversorgung im alpinen Gelände. Die Bergrettung Tirol erarbeitete hierfür die Strategie „Taktische Alpinmedizin“. Angelehnt an militärische Erfahrungen können damit Situationen, die für Verletzten und Retter gleichermaßen brenzlig sind, sicher und effizient gelöst werden.

 

Kursbericht: Grundkurs Sommer 2 – 08. bis 16 Juli 2017

Die letzten drei Tage des Grundkurses standen ganz im Zeichen der Alpin-Medic Ausbildung. Unsere Neo-Bergretter erhielten dort ein erstes medizinisches Rüstzeug für die Versorgung von Patienten im alpinen Gelände. Im Anschluss können sie sich bei den Fortbildungskursen Alpin-Medic II und III noch tiefer mit diesem wesentlichen Aspekt der Bergrettungsarbeit befassen.

Zuvor standen von Samstag bis Donnerstag (Seil-)technische Inhalte auf dem Kursprogramm. In 5 Gruppen wurden alle Handgriffe geübt, die für einen sicheren Seilschaftsablauf im Gebirge essentiell sind. An zwei Tourentagen konnten die erlernten Techniken gleich in der Praxis umgesetzt werden. Obwohl das Wetter wegen der rapide wechselnden Verhältnisse eine schwierige Ausgangslage darstellte, konnten dennoch anspruchsvolle Touren unternommen werden. Highlights waren etwa die Überschreitung des Chalausgrats (11 SL, IV) und die erste Wiederholung der Route „Das grüne Auge“ (8 SL, VI+) am Hinteren Satzgrat. Bei diesen und anderen Klettertouren war auch der sichere Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln zu meistern.

Ausgerechnet am Tag des Spaltentrainings mit Hubschrauberunterstützung verhüllten dichte Wolken die Gletscher im Jamtal. So musste die Übung kurzerhand ins felsige Gelände im Bereich „Breites Wasser“ verschoben werden.

Der Autor dieses Berichts bedankt sich bei seiner Gruppe für die tolle Woche im Ausbildungszentrum und wünscht allen Teilnehmern alles Gute für die Zukunft in der Bergrettung Tirol!
 

Kursbericht: 2 x Dyneema I und Alpin-Medic II – 30. Juni bis 5. Juli 2017

Unterschiedlicher könnten die Verhältnisse nicht sein.

Während sich die Lehrinhalte der beiden Kurse nicht sonderlich voneinander unterschieden, zeigte uns das Wetter wiedereinmal auf deutliche Weise, wie sehr es Einfluss auf die Arbeit der Bergrettung ausübt. So plagten sich die Teilnehmer des ersten Kombikurses bei den diversen Einsatzübungen auf extrem rutschigem Fels. Starker Regen und niedrige Temperaturen konnten den Eifer aber nicht brechen und so war die einstimmige Meinung: „Bei einem echten Einsatz kann man sich das Wetter auch nicht aussuchen“. Diese realistischen Bedingungen wurden dann sogar maximal ausgenützt und gleich 4 Einsatzübungen hintereinander abgehalten.

Etwas entspannter verlief der zweite Kombikurs, der am Montag begann. Wie die Fotos verraten, konnte auf die warme Jacke verzichtet werden. Wie immer ließ sich unser Medic-Ausbildungsteam wieder knifflige Übungsszenarien einfallen. Dyneema- und Medic-Kursteil ergänzten sich gegenseitig zu einer gelungenen Fortbildung im ABZ Jamtal.
 

Kursbericht: Grundkurs Sommer 1 - 17. bis 25. Juni 2017

Die Bergrettung Tirol freut sich über 23 neue Mitglieder, die in der vergangenen Woche ihre Grundausbildung abschließen konnten.

Beim ersten Grundkurs der heurigen Sommersaison freuten sich Teilnehmer und Ausbilder über hochsommerliches Prachtwetter. Strahlender Sonnenschein und außerordentlich warme Temperaturen begleiteten die Ausbildung vom ersten bis zum letzten Tag. Da verwundert es nicht, dass neben den umfangreichen Übungen zu planmäßigen Bergetechniken, von den Gruppen auch tolle Bergtouren gemacht werden konnten. Totennadeln, Paulcketurm und der Chalausgrat hinauf zur Bergretterspitze waren einige der Highlights im steilen Fels der Silvretta.

Wie bei jedem Grundkurs im Sommer stellte aber natürlich das Spaltenbergungstraining mit Hubschrauberunterstützung den Höhepunkt der Woche im Ausbildungszentrum dar. Dieses Mal konnte eine besonders spektakuläre Gletscherspalte gefunden werden – ein geradezu perfekter „Spielplatz“ für Bergretter! Während mit dem Zweibein die planmäßige Bergung aus Spalten geübt wurde, galt es für die Bergretter auf der anderen Seite der Spalte sich selbst aus ihrer „misslichen“ Lage zu befreien.

Die Ausbilder zeigten sich von der Motivation und Kameradschaft der Teilnehmer begeistert und die ganze Bergrettung Tirol wünscht den neuen Vollmitgliedern alles Gute für Ihre bevorstehenden Einsätze.

 

Kursbericht: Grundkurs Winter 4 - 29. April bis 6. Mai 2017

Der unerwartete Neuschnee Ende April bescherte den Teilnehmern des letzten Grundkurses ein fulminantes Ende der Wintersaison im Jamtal.

Der Kurs war geprägt durch tief winterliche Verhältnisse: Sonne und Schneefall wechselten sich laufend ab und somit kamen die angehenden Bergretter in den Genuss ihre Spuren durch feinsten Powder zu ziehen – und das alles Anfang Mai!

Das Kursprogramm wurde den Wetterverhältnissen angepasst. Während bei dichtem Schneefall realitätsnah planmäßige Methoden wie die „Rasterfahndung im Schnee“ geübt wurden, konnten die Phasen mit Schönwetter für die Gletscherausbildung ideal genutzt werden.

Die Stimmung der Teilnehmer war entsprechend gut und auch ihr Einsatz und Tatendrang prägten den Kursverlauf. Auch wenn einige Teilnehmer wohl aufgrund ungenügender Vorbereitung mit Kondition und Technik zu kämpfen hatten, war der Kurs dennoch ein gelungener Abschluss der Winterausbildung 2017.

Kursbericht: Technischer Basiskurs und Medic II - 21. bis 23. April 2017

Zum ersten Mal fand im Jamtal ein sogenannter „Technischer Basiskurs“ statt. Am Lehrplan standen dabei seiltechnische Grundlagen welche zum Rüstzeug jedes Bergretters gehören: Sicherungstechnik mit Reverso, Standplatzbau und behelfsmäßige Rettungstechniken. Auf das Training von planmäßigen Einsatzstrategien wurde dabei bewusst verzichtet um den Teilnehmern möglichst viel Zeit für die Auffrischung dieser „Basics“ zu geben.

Zeitgleich wühlten sich unsere angehenden Alpin-Medics beim 2. Kursteil der Medic-Ausbildung durch die winterliche Landschaft im Jamtal. Mit großem Eifer konnten verschiedene Einsatzübungen gemeistert werden, wobei natürlich die medizinische Versorgung der Patienten im Vordergrund stand.
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 3 - 08. bis 15. April 2017

Die Ausbilder des dritten Grundkurses zeigten sich vom Niveau der Teilnehmer beeindruckt. „Eine ähnlich starke Gruppe hatte ich in den vielen Jahren im Jamtal noch nie“, so die Aussage eines Bergführers.

Höchstleistungen bei Traumwetter

Kein Wunder also, dass die Teilnehmer des dritten Grundkurses dieser Wintersaison auf eine besonders ereignisreiche Zeit im Ausbildungszentrum Jamtal zurückblicken können. Neben den umfangreichen Lehrinhalten (siehe Kursprogramm) konnten zahlreiche Gipfel im Rahmen von Ausbildungstouren abgehakt werden – Fluchthörner, Dreiländerspitze und Haagspitze waren nur einige davon. Dank der guten Kondition der Teilnehmer war der Aktionsradius diesmal besonders hoch und so wurde sogar „skifahrerisches Neuland“ auf der Schweizer Seite der Silvretta erkundet.
 

Kursbericht: Alpin-Doc und Alpin-Medic II - 31. März bis 2. April 2017

„Ich fuhr zum Kursbeginn am Freitag mit etwas Bauchweh ins Jamtal, verließ es am Sonntag aber mit großer Euphorie“, so der Rückblick eines medizinischen Ausbilders. Ein neuer Kurs stellt die Ausbilder natürlich immer vor besondere Herausforderungen, noch dazu wenn die Teilnehmer allesamt bereits Profis sind. In diesem Fall waren es ausgebildete Ärzte welche sich im Ausbildungszentrum Jamtal im Bereich der alpinen Notfallversorgung fortbildeten.

Gemeinsam mit den Teilnehmern des zeitgleich stattfindenden Kursteils „Alpin-Medic II“ wurde in diversen Einsatzübungen auf die Besonderheiten der Patientenversorgung im Gebirge eingegangen. Dabei ging es mit anspruchsvollen Szenarien auch seiltechnisch zur Sache. Beispielsweise galt es verunglückte Bergsteiger aus einer senkrechten Felswand zu bergen, um sie im Anschluss nach modernsten Standards medizinisch versorgen zu können. Bei einer anderen Übung waren die Kursteilnehmer gefordert den zahlreichen Opfern eines Seilbahnunglückes, nach ihren unterschiedlichen Verletzungsgraden gereiht, zu helfen.

Die Teilnehmer beider Kursteile zeigten sich vom umfangreichen Kursprogramm sowie den vielen neuen Eindrücken begeistert.

 

Kursbericht: Lawinenretter, Alpinmedic und EUREGIO - 24. bis 26. März 2017

Ein äußerst betriebsames Wochenende im ABZ Jamtal

Trotz der ohnehin schon zeitaufwendigen Mitgliedschaft bei der Bergrettung engagieren sich unsere ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter bei den Fortbildungskursen im Jamtal. So trafen sich am Freitag, bunt aus allen Landesteilen Tirols zusammengewürfelte Kameraden, für den Kombikurs Lawinenretter und Alpin-Medic III.

Zudem fand zeitgleich der zweite Kurs der sogenannten „EUREGIO-Bergretter“ Ausbildung statt. Dabei treffen sich Bergretter aus Nord- Ost- und Südtirol für einen Erfahrungsaustausch der über die Landesgrenzen hinausreicht.

Nicht nur aufgrund des herrlichen Wetters konnte diese Kurse auf sehr hohem Niveau erfolgreich durchgeführt werden. Ausbilder und Teilnehmer gaben alles und blicken auf drei lehrreiche Tage im Jamtal zurück bei denen auch zahlreiche neue Freundschaften geschlossen wurden.

Das Highlight der Kurse war bestimmt die große gemeinsame Abschlussübung. Nicht weniger als neun verschüttete Personen mussten aus dem Übungs-Lawinenfeld befreit werden. Dabei kamen neben der LVS-, Recco- und Sondensuche auch Lawinenhunde zum Einsatz. Dank der vorbildlichen Einsatzleitung eines Kursteilnehmers konnte diese schwierige Lawinenübung perfekt gelöst werden.

Danke Markus und Christian für die tollen Bilder!
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 2 - 11. bis. 18. März 2017

Viel Sonnenschein und beste Verhältnisse beim zweiten Grundkurs.

Die angespannte Lawinensituation beruhigte sich zum Glück sehr schnell, wodurch die Ausbildung im Jamtal ohne Einschränkungen durchgeführt werden konnte. Die gesamte Woche dominierte strahlender Sonnenschein und dementsprechend war auch die Stimmung und Motivation unter den Teilnehmern sehr hoch.

Bei den Ausbildungstouren mit anspruchsvollen Zielen wie Dreiländerspitze, Augstenberg und Fluchthörner konnte das erlernte Lawinenwissen in der Praxis gefestigt werden. Bei den Abfahrten in größtenteils feinstem Pulverschnee kam natürlich auch der Spaßfaktor nicht zu kurz.

Am Kursprogramm standen außerdem zahlreiche Übungen in den Gruppen: Die sogenannte „Rasterfahndung im Schnee“ stellte dabei einen Ausbildungsschwerpunkt dar.
 

Kursbericht: Lawinenretter und Alpin-Medic 3 - 03. bis 05. März 2017

Neuschnee, Stürme, Übungen und ein realer Einsatz

Ein ereignisreicher Fortbildungskurs nahm am 5.3. ein gutes Ende. Alles begann damit, dass bei der Anreise der Ausbilder und des Kochs festgestellt wurde, dass die Wasserleitung des Ausbildungszentrums eingefroren war. Nachdem eine Notleitung von der benachbarten Jamtalhütte verlegt wurde konnte dieses Problem vorübergehend aber schnell gelöst werden.

Die nächste Herausforderung an alle Kursteilnehmer brachte dann der Föhnsturm vom Samstag. Bei miserablen, aber umso Praxis näheren Verhältnissen wurde die Ausbildungstour zum echten Erlebnis. Zeitgleich war aber für zwei Tourengeher unterhalb der Ochsenscharte die Sache sehr ernst: Der dichte Nebel und heftige Schneefall machte ein Weiterkommen für sie unmöglich. Am Jamtalferner auf etwa 2.800 m machten sie das Richtige in ihrer Situation: sie gruben sich in einer Schneehöhle ein und verständigten den Hüttenwirt der Jamtalhütte.

Daraufhin wurde eine gemeinsame Rettungsaktion mit der Ortsstelle Galtür und auf der Hütte anwesenden Polizeibergführern organisiert. Während die Ausbildung für die restlichen Kursteilnehmer weiterging starteten 7 Retter zu den festsitzenden Personen am Jamtalferner. Die Beschreibung eines der Bergretter: „Wir gingen wie in einem Sack – nur mittels GPS und den Koordinaten welche die Leitstelle von den beiden Tourengehern erhalten hat, war es möglich die Personen zu finden, und letztlich unverletzt bis zur Jamtalhütte zu bringen.“

Hervorgehoben muss die bestens funktionierende Zusammenarbeit von der Bergrettungsortsstelle Galtür, der Leitstelle Tirol und den Polizeibergführern aus der Steiermark werden.

Bestens funktionierte dann auch am Sonntag die gemeinsame Übung beider Gruppen im neuerlichen Schneefall. Am Nachmittag konnte schließlich bei Sonnenschein und mehr als 30 cm Neuschnee die Fahrt ins Tal angetreten werden.
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 1 - 18. bis 25. Feber 2017

Eine geballte Ladung Lawinen-Knowhow!

Auf dem Weg, ein aktives Mitglied der Bergrettung Tirol zu werden, ist der 8-tägige Grundkurs im Winter, nach einem Jahr Anwärterschaft in der Ortsstelle und den beiden Leistungsüberprüfungen, der Auftakt der Grundausbildung in unserem Ausbildungszentrum Jamtal.

Beim ersten Grundkurs in diesem Winter überraschten die guten Schneeverhältnisse auf den Gletschern des Jamtals. Nachdem sich Sonne und Schneestürme abwechselten, konnten sich Teilnehmer und Ausbilder über herrliche Abfahrten im Pulverschnee freuen. Neben den Ausbildungstouren standen aber natürlich auch zahlreiche planmäßige Bergetechniken am Lehrplan. Bei Schneefall und Wind wurde die „Rasterfahndung im Schnee“, unsere systematische Suche nach Lawinenverschütteten, im Rahmen von Einsatzübungen geschult.

Das Thema Lawine dominiert im Winter selbstverständlich die Lehrinhalte. So wird den Teilnehmern in Theorie und Praxis ein umfangreiches Wissen im Bereich Schnee- und Lawinenkunde vermittelt.

Die Einhaltung der Hüttenruhe stellte für die Teilnehmer dieses Kurses keine Probleme dar. Kein Wunder also, dass die Ausbilder von überdurchschnittlichem Engagement und Tatendrang berichteten. Die Fotos von Ausbilder Jörg beweisen, dass alle eine schöne Zeit im Jamtal hatten – vielen Dank dafür!
 

Kursbericht: Eiskurs und Alpin-Medic – 13. bis 15. Feber 2017

Aufgrund der großen Nachfrage wurde von Montag bis Mittwoch ein zweiter Eiskurs in den Kurskalender eingeschoben. Zeitgleich fand auch die Alpin-Medic Ausbildung statt.

Der Termin für diesen Kurs war perfekt gewählt: strahlender Sonnenschein ist zwar gut fürs Gemüt des Eiskletterers, aber Gift für dessen Objekt der Begierde… Am Mittwoch konnte man dem Eisturm und den natürlichen Wasserfällen schon recht gut ansehen, dass ihnen zu warm war.

Neben der Verbesserung des Eigenkönnens standen natürlich wieder planmäßige Rettungstechniken auf dem Lehrplan. Die Bergung eines verletzten Eiskletterers zählt sicher zu den größten Herausforderungen für eine Bergrettungsmannschaft. Gemeinsam mit dem geballten medizinischen Fachwissen des Alpin-Medic Kursteils konnte aber auch die schwierige Abschlussübung gemeistert werden.

Kursbericht: Eiskurs und Alpin-Medic III - 10. bis 12. Feber 2017

Ein absolut gelungener Kurs“

Der erste Kurs des Jahres ist immer eine besondere Herausforderung. Umso größer ist dann die Freude über positive Rückmeldungen der Teilnehmer.

Heinrich G. von der Ortsstelle Axams war einer dieser zufriedenen Bergretter beim Fortbildungskurs „Alpin-Medic 3“. Für ihn war der Kurs eine gelungene alpinmedizinische Vertiefung und Auffrischung mit zahlreichen praxisnahen Einsatzübungen. So wurden etwa am Samstag nicht weniger als 5 verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt, wie zum Beispiel die medizinische Versorgung eines schwer verletzten Eiskletterers.
Schwerpunkt des Alpin-Medic Kursteiles stellten aber ganz klar Lawinenunfälle dar. Bei komplizierten Szenarien mit Mehrfachverschüttungen standen Themen wie Reanimation und Wärmeerhalt am Lehrplan.

Zeitgleich mit der Alpin-Medic Ausbildung wurde der erste Eiskurs der Saison abgehalten. Bereits am Freitagnachmittag hatten die Teilnehmer dieses Kurses ersten Eiskontakt am wunderbar gewachsenen künstlichen Eisturm beim ABZ. Grundlagen wie Standplatzbau und Sicherungstechnik, aber auch die Verfeinerung der eigenen Steigeisentechnik konnten hier ideal geschult werden.

Der Kombikurs „Eisklettern“ und „Alpin-Medic 3“ fand am Sonntag bei einer äußerst anspruchsvollen gemeinsamen Abschlussübung seinen Höhepunkt. Auch wenn es dabei zu Problemen mit der Funk-Kommunikation gab, zeigte sich ein weiteres Mal wie wichtig es ist, dass technisches und medizinisches Fachwissen bei einem Bergrettungseinsatz wie Zahnräder ineinander greifen müssen.

Kursbericht: Dyneema II und Alpin-Medic II - 16. bis 18. September 2016

Wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist, wurde von den Teilnehmern der Fortbildungskurse Dyneema II und Alpin-Medic II wieder sehr viel gefordert.
Besonders erwähnenswert ist die Bergeübung aus einem Klettersteig. Wer die mit Flechten bewachsenen Felsen der Silvretta kennt, der weiß auch über deren Eigenschaften bei Nässe Bescheid: Selbst große Griffe und Tritte werden extrem rutschig, was die Fortbewegung heikel macht.
Dennoch konnte das Übungsziel, die Rettung eines Kindes und seiner verletzten Begleitperson, professionell erreicht werden. Im Zuge dieses Übungseinsatzes wurde auch der für 10-12 Personen ausgelegte Biwaksack auf einem Felsabsatz installiert. Es zeigte sich, dass der Einsatz dieses praktischen Wetterschutzes auch im schwierigen Terrain durchaus möglich ist.
 
Termine ABZ
  • ABZ
    Alpin-Medic
    August
    25-27
    Alpin-Medic 1 (Termin_2)
    Der erste Teil der Alpin-Medic Ausbildung.
  • ABZ
    Sonstige Kurse
    August
    25-27
    Technischer Basiskurs (Termin_2)
    Auffrischungskurs Seiltechnik.
  • ABZ
    Alpin-Medic
    September
    01-03
    Alpin-Medic 1 (Termin_3)
    Der erste Teil der Alpin-Medic Ausbildung.
  • ABZ
    Einsatztaktik
    September
    01-03
    Einsatztaktik-Kurs
    Gebündeltes Know-how für die erfolgreiche Einsatzabwicklung!
  • ABZ
    Grundkurs Sommer
    September
    09-17
    Grundkurs Sommer (Termin_4)
    Finale der Grundausbildung.
  • ABZ
    AL / EL Schulung
    September
    22-23
    Einsatzleiter-Tagung
    Fachwissen für die erfolgreiche Einsatzabwicklung.
  • ABZ
    Sonstige Kurse
    Oktober
    07
    AWÜ Sommer (Termin_1)
    Sommerteil der Anwärterüberprüfung.
  • ABZ
    Sonstige Kurse
    Oktober
    14
    AWÜ Sommer (Termin_2)
    Sommerteil der Anwärterüberprüfung.
  • ABZ
    Sonstige Kurse
    Dezember
    01-02
    OSL-Tagung
    Geballte Information für die Ortsstellenleitung.
  • ABZ
    Sonstige Kurse
    Jänner
    06
    AWÜ Winter (Termin_2018_1)
    Winterteil der Anwärterüberprüfung