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Die Landesversammlung der Bergrettung Tirol fand am 27. Mai
in der Erlebnissennerei Zillertal in Mayrhofen statt.

Wie bereits in den vergangenen Jahren moderierte Anton Mattle die Landesversammlung,
an der er nicht als Landeshauptmann, sondern als Bergretter und stellvertretender Landesleiter teilnahm. Auf dem Programm standen die Berichte der Landesleitung, der Geschäftsstelle und der einzelnen Referenten.

92 neue Einsatzbergretter*innen
Im Bereich der Ausbildung kümmerten sich die Ausbildungsteams Alpin (mit 22 staatlich geprüften Berg- und Skiführern) und Medic (mit Ärzt*innen, Notfall- und Rettungssanitäter*innen
sowie Pflegekräfte ICU) um die Aus- und Fortbildung der rund 4.600 ehrenamtlichen Bergrettungsmitglieder (ohne Hundeausbildung). Sie veranstalteten vier Aufnahmeprüfungen
(Winter und Sommer) und boten insgesamt zwölf Grundkurse (ebenfalls Winter und Sommer) und 20 Fortbildungskurse (Alpin und Medic, Einsatzleiter, Steileis etc.) an. Dazu kamen noch drei Online-Schulungen. Insgesamt gab es an der Kursen 2.313 Teilnehmer*innen. 92 Anwärter*innen
haben im Vorjahr zudem die Ausbildung zum Einsatzbergretter bzw. zur Einsatzbergretterin abgeschlossen. Vonseiten des Fahrzeugreferats gab es einen kurzen Blick in die Zukunft:
Heuer werden vier Fahrzeuge an Ortsstellen ausgeliefert, für 2024 sind drei Einsatzfahrzeuge bestellt. In der Hundestaffel waren mit Stand Ende Mai 75 Hunde aktiv, darunter 13 Junghunde, 15 Hunde mit der abgeschlossenen Ausbildungsstufe A und 47 Einsatzhunde mit den Ausbildungsstufen B/C/CW. Sie absolvierten zwischen 22. Mai 2022 und 22. Mai 2023 insgesamt 33 Such- und 38 Lawineneinsätze.

ASVG-Anpassung gefordert
Neben den Berichten der Referenten gab es noch ein weiteres Thema, das die Bergrettung nun schon seit längerer Zeit beschäftigt. „Es geht um die Aufnahme des Berufs der Bergsportführer*innen in die Liste der Ausnahmen von der Vollversicherung im ASVG. Ohne diese müssen wir alle Bergführer*innen, die in unserem Ausbildungsteam mitarbeiten, voll anstellen. Was eine enorme finanzielle Belastung unserer ehrenamtlichen Organisation bedeutet. Die derzeitige Regelung wirkt sich dabei nicht nur auf die Bergrettung aus, sondern belastet auch andere Alpin-Organisationen“, erklärt Landesleiter Hermann Spiegl. Gemeinsam hofft man auf eine baldige Lösung des Problems und damit auf mehr Rechtssicherheit.

Ehrungen
Auf dem Programm der Landesversammlung standen auch noch Ehrungen. So erhielt Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler die Ehrenurkunde der Bergrettung Tirol. Ehrenmitgliedschaften wurden an Anton Eberharter und Alfred Wallenta verliehen.

TEXT Christa Hofer, FOTOS Markus Rofner