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ITAT3023 - S T A R T
SMART TEST ALPINER RETTUNGS-
TECHNIK & TECHNOLOGIE
ZUSAMMENARBEIT
COLLABORAZIONE

AT/DE


Hochalpine Lebensräume bergen Gefahren wie Lawinen, Verlust von Orientierung und extreme Wettersituationen. Die Menschen in den Bergen haben seit Generationen die Solidarität gefördert und Kompetenzen im Umgang mit diesen rauen Seiten der Natur entwickelt. Das Know-how im Bereich alpine Sicherheit ist ausgeprägt. Neue Technologien bergen Chancen und Risiken, welche durch den Austausch der bereits gesammelten Erfahrungen der Partner günstiger und durch die Beteiligung der Basis der Bergretter besser genutzt werden können.
Aufgrund dieser neuen Entwicklung spielt die Zusammenarbeit im Projektgebiet eine immer wichtigere Rolle bei rettungstechnischen Aufgaben. Einsätze mit internationaler Beachtung wie bspw. die Lawinenkatastrophen von Galtür und Rigopiano oder der Einsatz in der Riesendinghöhle bestätigen die Notwendigkeit schlagkräftiger und bestens organisierter Rettungseinheiten für das alpine Gelände. Deshalb ist es ein besonderes Anliegen in der Ausbildung und im grenzüberschreitenden Notfallmanagement die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und neue Techniken und Technologien einzusetzen.
Durch dieses Projekt sollen auf lokaler Ebene die Zusammenarbeit der grenznahen Ortsstellen der Bergrettungen gefördert und auf Landeseben sollen die Bergrettungen in Tirol, Südtirol, Belluno und Kärnten die institutionelle Zusammenarbeit etablieren. Dabei ist es ein Anfang, neue Technologien und Techniken der Bergrettung zu vergleichen und zu analysieren, um daraus Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Ziel ist es nicht nur die Ausbildungen zu harmonisieren, sondern gemeinsam Technologiekompetenz zu entwickeln und dauerhafte Zusammenarbeit im grenznahen Bereich und bei internationalen Notfalleinsätzen zu etablieren. Um möglichst alle relevanten Themenbereiche umsetzen zu können, wurde Hauptaugenmerk auf ein starkes Konsortium gelegt, das über das Knowhow und die analytischen Fähigkeiten verfügt, die Ziele effizient und effektiv erfolgreich umzusetzen.
 

IT


Nelle regioni alpine bisogna fare i conti con i pericoli rappresentati da valanghe, perdita d'orientamento e condizioni atmosferiche estreme. Gli uomini nelle Alpi hanno imparato da generazioni a fidarsi della solidarietà della comunità e hanno sviluppato competenze specifiche. In particolare è stato sviluppato un eccellente know-how in materia di sicurezza alpina. Le nuove tecnologie presenti rappresentano opportunità e sfide che possono essere affrontati condividendo le conoscenza acquisite dai differenti partner e facendo partecipi la base del soccorso alpino.
A causa di questi nuovi sviluppi la collaborazione nell'area di progetto svolge un ruolo sempre più importante. Interventi speciali e/o internazionali come p.es. Galtür e Rigopiano o la Riesendinghöhle confermano la necessità di squadre di soccorso alpino efficaci e ben organizzate. La formazione transfrontaliera e la collaborazione nella gestione delle emergenze è di vitale importanza per consolidare la collaborazione e l'impiego di nuove tecniche e tecnologie.
Questo progetto offre sia a livello locale l'opportunità di favorire la collaborazione delle stazioni del soccorso alpino di confine sia a livello regionale l’opportunità di spronare la cooperazione istituzionale del soccorso alpino in Tirolo, Alto Adige, Belluno e Carinzia. Questo progetto risulta un eccellente punto di partenza per confrontare ed analizzare tecnologie e tecniche del soccorso alpino al fine di consentire un trasferimento di conoscenza volta al miglioramento continuo. L'obiettivo non è solo l'armonizzazione della formazione, ma anche lo sviluppo congiunto di competenze per tecnologie alpine e l’avvio di cooperazioni transfrontaliere per la gestione d'emergenze internazionali. Al fine di raggiungere tutti gli importanti obiettivi , particolare attenzione è stata rivolta alla creazione di un forte partenariato che con la sua competenza e capacità di analisi sarà in grado di raggiungere con successo gli obbiettivi posti dal progetto.
 
PROJEKTPARTNER
PARTNER DI PROGETTO
Lead-Partner (LP):
Projektpartner (PP):
Assoziierte Partner:
INTERREG Felskurs am Grödner Joch
Das Wort „Dolomiten“ lässt das Herz jedes alpinen Kletterers höher schlagen: Berühmte Wände wie jene der Drei Zinnen, der Marmolada oder des Piz Ciavazes locken jeden Sommer tausende Kletterer in die beeindruckende Bergwelt im Norden Italiens. Kein Wunder also, dass die Bergrettungsorganisationen in dieser Region viel Erfahrung mit Einsätzen in der Vertikalen hat. Der CNSAS organisierte das dritte Partnertreffen an dem zahlreiche Bergretterinnen und Bergretter aus Nord-, Ost- und Südtirol, sowie aus der Provinz Belluno teilnahmen.

Am Samstag wurde am am Grödner Joch im Stationsbetrieb gearbeitet. So konnten sich alle Teilnehmer einen guten Überblick über die verschiedenen Rettungssysteme der teilnehmenden Organisationen verschaffen. Auch wenn die Methoden manchmal stark voneinander abweichen, auf eines kann sich der Patient verlassen: Es steckt sehr viel Knowhow in den Rettungssystemen und alle haben ein gemeinsames Ziel - die bestmögliche medizinische Versorgung und einen sicheren, effizienten Abtransport.

Die Bergrettung Tirol präsentierte einen Prototypen eines Zwei- bzw. Dreibeins aus Titan, dessen Entwicklung im Zentrum des INTERREG Projekts steht. Es soll zukünftig Rettungen über Felskanten und aus Gletscherspalten deutlich erleichtern.

Sowohl Teilnehmer als auch Ausbilder zeigten sich von Kurs beeindruckt und jeder konnte viele neue Erfahrungen im Themenfeld der Bergrettung sammeln. Außerdem wurden wieder zahlreiche überregionale Kontakte geknüpft, welche bestimmt eine fruchtbare Zusammenarbeit über viele Jahre fördern.
 
INTERREG Lawinenretter
Gemeinsame Ausbildung
Vom 23. bis 25. März trafen sich Bergretter aus insgesamt 14 verschiedenen Nord- und Südtiroler Ortsstellen im Ausbildungszentrum Jamtal, um sich intensiv mit dem Thema Lawineneinsatz zu beschäftigen. Die Harmonisierung der Ausbildung stellt ein zentrales Element des derzeitig laufenden INTERREG-Projekts START (ITAT3023) dar. Im Rahmen verschiedener Kurse sollen die Einsatzstrategien von Bergrettungsorganisationen im Projektraum Nord-, Ost- und Südtirol, sowie Kärnten und Belluno gemeinsam analysiert werden. Der Blick über die Landes- und Staatsgrenzen hinaus bietet somit großes Potential zur Verbesserung der Einsatzabläufe – und davon profitiert schlussendlich der Patient.

Hervorragende Rahmenbedingungen
Die Bergrettung Tirol ist auf ihr Ausbildungszentrum (ABZ) besonders stolz. Dank intensiver Bemühungen durch das Land Tirol bietet dieser Stützpunkt in der Silvretta ideale Trainingsbedingungen. In der Umgebung des ABZ lassen sich Winter wie Sommer alle erdenklichen Einsatzszenarien perfekt trainieren. Für unliebsame Überraschungen sorgt hier manchmal nur das Wetter. Dieses zeigte sich beim INTERREG-Kurs aber von seiner allerbesten Seite und so freuten sich alle über Pulverschnee und strahlenden Sonnenschein.

Umfangreiche Ausbildung
Wer jetzt meint, dass sich die Kursteilnehmer nur zu einem besonders netten Skitouren-Wochenende getroffen haben, liegt weit daneben: die Ausbildung und die Erprobung neuer Techniken stand stets im Mittelpunkt. Beispielsweise wurde der Prototyp des Akja-Aufsatzes unserer Titantrage im Tiefschnee getestet. Im Stationsbetrieb wurde der Umgang mit LVS-Geräten und Recco geübt, und ein weiterer Schwerpunkt lag selbstverständlich auf der medizinischen Versorgung von Lawinenopfern. Diverse Vorträge, unter anderem durch den Lawinenwarndienst Tirol, rundeten das Programm ab. Höhepunkt eines Lawinenkurses ist immer ein großer Übungseinsatz. Nur durch perfekte Zusammenarbeit aller Beteiligten kann das einzige relevante Ziel erreicht werden: die schnellstmögliche Bergung aller Verschütteten.

Hier gibt es die Fotos zu diesem Kurs.

Das Projekt START (Nr. 3023) ist durch die Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und das Programm InterregV-A Italien-Österreich gefördert.
INTERREG Steileiskurs
Steileiskurs in Südtirol
Der erste INTERREG Kurs fand am 17. Bis 18. Feber 2018 in der Südtiroler Gemeinde Aldein, genauer gesagt in der Bletterbachschlucht statt. Im Sommer ist diese Schlucht unter dem Namen „Grand Canyon von Südtirol“ aufgrund ihrer atemberaubenden geologischen Aufschlüsse bekannt. Im Winter fasziniert die Schlucht Eiskletterer aus aller Welt, dank ihrer zahlreichen Eisfälle in allen Schwierigkeitsgraden.

Zwanzig Teilnehmer aus den Partnerorganisationen Bergrettung Tirol, Bergrettung Südtirol und CNSAS trafen sich am 17.2. in Aldein um sich in dieser äußert anspruchsvollen Bergsportdisziplin fortzubilden. In bunt gemischten Gruppen rund um 4 Ausbilder aus Nord- und Südtirol wurde am Samstag Seil- und Klettertechnik im Detail geübt. Am Abend wurde ein besonders komplexer Bergrettungseinsatz der Bergrettung Südtirol in der Hochferner Nordwand besprochen.

Am Sonntag stand das Eisklettern in der Seilschaft im Mittelpunkt. Zahlreiche Eislinien der Bletterbachschlucht konnten von oftmals „internationalen Seilschaften“ erfolgreich geklettert werden. Bei der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass derartige Kurse eine hervorragende Gelegenheit bieten Kontakte in der gesamten Projektregion zu knüpfen. Außerdem konnte jeder seinen eigenen Horizont durch die verschiedenen Techniken und Herangehensweisen der Organisationen erweitern.
 
Das Projekt
Das Projekt "Smart Test of Alpine Rescue Technology" (START) mit sieben Projektpartnern aus 4 Provinzen und Bundesländern ist von 2017-2020 geplant. Der Leadpartner ist der Österreichische Bergrettungsdienst Land Tirol, die Projektpartner Südtiroler Berg- und Höhlenrettung, Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol, Azienda ULSS n.1 Dolomiti, IDM Südtirol, Universität Klagenfurt und Eurac Research. Als assoziierter Partner ist der Österreichische Bergrettungsdienst Landesorganisation Kärnten am Projekt beteiligt.

Das Projekt befasst sich mit der Stärkung der grenzübergreifenden institutionellen Zusammenarbeit der Bergrettungen und dem Test von alpinen Rettungstechnologien. Projektziele sind nicht nur
1. Stärkung der grenzübergreifenden institutionellen Zusammenarbeit der Bergrettungen und Koordinierung von grenzüberschreitenden Rettungseinsätzen
2. Entwicklung von gemeinsamen Methoden bei der Einführung von neuen Technologien und Abläufen
3. Schaffung eines Pilotgebiets zum Testen von neuen Technologien und entsprechenden Einsatzprotokollen
4. Entwicklung von IT-Anwendungen und IT-Unterstützungen, um die Personen in Bergnot besser zu helfen
sondern auch eine nachhaltige Kooperation der Bergrettungen im Grenzgebiet und für gemeinsame internationale Einsätze sowie Zusammenarbeit zur effiziente (und Kosteneinsparenden) Anpassung und Einsatzerprobung von neue Technologien zur optimierten Rettungskette im alpinen Gelände über die Projektlaufzeit hinaus.

Gemeinsame Kurse
Im Rahmen des Projekts werden mehrere Kurse stattfinden bei denen sich Bergretterinnen und Bergretter aus den Partnerorganisationen gemeinsam mit Themen im Kompetenzbereich der Bergrettung beschäftigen. Neben dem Erfahrungsaustausch geht es dabei auch um die Vernetzung der Mitglieder untereinander.