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Rustikales Äußeres - High Tech im Inneren
Seit 2007 dient das Ausbildungszentrum Jamtal als Schulungszentrale für aktive und werdende Bergretter.
Die Hütte wurde seitdem laufend modernisiert und ermöglicht so die Durchführung von Kursen nach neuestem Stand der Technik. Es gibt wohl wenige Berghütten, bei denen ein Glasfaserkabel bis in den Lehrsaal führt - seit 2014 genießen alle Besucher die Vorzüge des extrem schnellen WLANs.

Auch in der Umgebung der Hütte wurden perfekte Rahmenbedingungen für die Ausbildung geschaffen - sei es für die Rettung aus einer defekten Seilbahn, aus einer Steilwand oder der Schlucht eines Wildbaches. Alle Szenarien können, nur einen Steinwurf von der Hütte entfernt, durchgespielt werden. Und dann ist da noch die Nähe zu den 3000ern der Silvretta und ihren mächtigen Gletschern...
UNSER AUSBILDUNGSZENTRUM
Einst als Hochgebirgsschule der Zollwache erbaut, stellt die Hütte nun das Herz der Ausbildungstätigkeit der Bergrettung Tirol dar.

Die beiden Häuser blicken dabei auf eine bewegte Geschichte zurück. Während der NS-Zeit gelang vielen vom Regime verfolgten Personen die Flucht in die Schweiz. Unterstützt wurden sie dabei durch einheimische Bergführer, die wegen ihrer Ortskenntnis exzellente Fluchthelfer waren. Die Führung der Zollwache reagierte daher mit dem Bau einer Hochgebirgsschule, welcher 1941 abgeschlossen wurde. Zu dieser Zeit waren bis zu 40 militärisch ausgerüstete Zöllner im Dienst.

Nach dem Krieg durchliefen Beamte der Zollwache aus ganz Österreich 14-tägige Sommer- und Winterkurse im Jamtal. Neben unzähligen lustigen Anekdoten erinnern sich ehemalige Ausbilder auch an viele heikle Situationen, wenn man beispielsweise wetterbedingt für eine Woche oder mehr von der Außenwelt abgeschnitten war.

Schließlich konnte die Bergrettung, dank der Unterstützung des Landes Tirol, intensiv in das Ausbildungszentrum investieren. Mit der feierlichen Eröffnung im Juli 2007 wurde das vorerst letzte Kapitel der Hütte aufgeschlagen.
Informationen
zur Ausbildung
PDF Kurskalender
Alle Kurse auf einen Blick:
unser aktueller Kurskalender
PDF Leseprobe "Perfekt"
Seiltechnik der Bergrettung Tirol
PDF Leseprobe "Moderne Rettungstechniken"
So arbeiten wir bei technisch
anspruchsvollen Einsätzen
PDF Leseprobe "Rasterfahndung im Schnee"
Unsere Strategie
beim Lawineneinsatz
Infos zu den Alpin-Medics
Erste Hilfe im alpinen Gelände:
Taktische Alpinmedizin
Eine sehr erfüllende Aufgabe.
Als Bergretterin kann ich meine Liebe und Leidenschaft zu den Bergen mit einer guten Tätigkeit verbinden. Eva-Maria S.
Kursberichte

Kursbericht: Dyneema II und Alpin-Medic Refresher - 02. bis 04. Juli 2018

Mitglieder der Bergrettung Tirol können sich durch den Besuch von 3 aufeinander aufbauenden Medic-Kursen zum sogenannten „Alpin-Medic“ qualifizieren. Nun gab es zum ersten Mal einen Auffrischungskurs für Medics, die immer am neuesten Stand bleiben wollen. Bei so einem Kurs ist es nur logisch, dass die Übungsannahmen ein fortgeschrittenes medizinisches und technisches Verständnis der Teilnehmer voraussetzen.

Gemeinsam mit dem parallel stattfindenden Kurs „Dyneema 2“ wurden verschiedene Einsatzübungen absolviert. Eine Prämiere war dabei die Bergung aus einer sehr engen Felsspalte mit dem Dreibein. Bei schlechtem Wetter wurde zudem mit der Dyneema-Seilbahn im Bereich des tosenden Futschölbachs geübt.
 

Kursbericht: Dyneema II und Alpin-Medic II - 29. Juni bis 01. Juli 2018

Bei unseren sogenannten „Kombikursen“ finden zwei Kurse gleichzeitig im Ausbildungszentrum Jamtal statt. So ergeben sich mehrere Vorteile für die Teilnehmer, als auch für die Ausbilder. Zum Beispiel profitieren bei den Einsatzübungen alle davon, dass viele Retter zur Verfügung stehen und man kann das Szenario von der Alarmierung über Bergung, bis hin zur medizinischen Versorgung und abschließenden Abtransport realitätsnah durchspielen.

Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein wählten unsere Ausbilder diesmal besonders schwierige Übungsannahmen im Nahbereich zum Futschölbach. Die angenehme Witterung spielte ein paar besonders motivierten Kursteilnehmern in die Hände, die kurzerhand bis zur Hüfte ins eiskalte Wasser stiegen, um eine möglichst schonende Bergung der Patienten zu ermöglichen!

Die Technik-Gruppe kümmerte sich einstweilen um den Aufbau der Seilbahn mit Dyneemaseilen. Einer Hubschrauber-Taubergung ähnlich können damit zum Beispiel Canyoning-Unfallopfer effizient aus unzugänglichem Gelände gerettet werden.

 

Kursbericht: Grundkurs Sommer 1 - 16. bis 24. Juni 2018

Vom 16. bis 24. Juni fand der erste Sommer-Grundkurs des Jahres in unserem Ausbildungszentrum Jamtal statt. 21 top motivierte Neo-Bergretterinnen und Bergretter wurden beim letzten Kurs ihrer Grundausbildung mit viel Sonnenschein belohnt. So verwundert es nicht, dass besonders gute Bedingungen fürs Felsklettern herrschten. Einer Gruppe gelang beispielsweise die dritte Begehung der Route „Das grüne Auge“ mit 8 Seillängen bis zum oberen 6. Grad.

Ein weiteres Highlight war die Gletscherausbildung mit Hubschrauberunterstützung. Der gesamte Kurs wurde mit einer Bell 412 von Heli Tirol auf den Gletscher geflogen. Dort wurde mit den Prototypen des neuen Zwei- bzw. Dreibeins aus Titan die Bergung aus Gletscherspalten geübt.

Am letzten Kurstag gratulierte Landesleiter Hermann Spiegl allen Teilnehmern zum Abschluss ihrer Grundausbildung und die Bergrettung Tirol freut sich über 21 neue Vollmitglieder!

 

Kursbericht: Grundkurs Winter 4 - 05. bis 12. Mai 2018

So spät im Jahr gab es wohl noch nie einen Winterkurs im Jamtal. Erst am 5. Mai starteten 23 Anwärterinnen und Anwärter zu ihrem ersten Kurs der Grundausbildung. Im Vorfeld gab es einige Bedenken, ob ein Winterkurs nach Frühlingsbeginn denn überhaupt funktionieren würde, doch einer der Ausbilder berichtet: „Wir hatten perfekte Verhältnisse! Da es in der Nacht und am Vormittag immer wolkenlos war, konnten wir endlose Schwünge durch allerfeinsten Firn ziehen.“

Wie bei Frühjahrsbedingungen unbedingt erforderlich starteten die Gruppen früher als normal zu den Ausbildungstouren. Tolle Gipfel wie das Fluchthorn und die Dreiländerspitze belohnten dann aber umso mehr das frühe Aufstehen.

Im Ausbildungszentrum Jamtal kehrt nun bis Mitte Juni Ruhe ein – dann startet die Sommersaison mit dem ersten Grundkurs!

Kursbericht: Dyneema und Alpin-Medic II - 27. bis 29. April 2018

Die Bergrettung Tirol ist seit jeher Bekannt für Innovationen im Bereich der Bergrettung. Ganz in dieser Tradition wird auch heute intensiv an Verbesserungen des Einsatzmaterials getüftelt, wobei modernste Materialien zur Anwendung kommen.

Das Highlight des Dyneema-Kurses waren Übungen mit einem Prototyp des gänzlich neu entwickelten Zweibeins. Der Fokus bei der Entwicklung dieses extrem effizienten Geräts liegt auf Sicherheit, einfache Bedienung und geringes Gewicht. Der Werkstoff Titan bietet sich hier, wie bereits bei unserer neuen Trage, als die beste Wahl an. Das neue Zweibein wird in naher Zukunft unsere Karbon-Zweibeine ablösen und stellt so einen neuen Meilenstein der Bergrettung Tirol dar.

Zeitgleich wird auch an der bereits erwähnten Titantrage weitergearbeitet. Hier gilt es eine ideale Möglichkeit für deren Einsatz im Winter (als Akja) zu schaffen. Im Rahmen des zeitgleich stattfindenden Alpin-Medic 2 Kurses konnte auch hier ein Prototyp bei mehreren Übungseinsätzen erfolgreich verwendet werden.

Die Fotos von diesen beiden Fortbildungskursen verdeutlichen wieder einmal den hohen Stellenwert des Ausbildungszentrums Jamtal!
 

Kursbericht: Alpin Doc und Medic III - 13. bis 15. April 2018

Das Medizinreferat der Bergrettung Tirol bildet unsere Mitglieder in drei Kursteilen zu sogenannten „Alpin-Medics“ aus. Darüber hinaus gibt es auch für Ärzte die Möglichkeit sich mit den Besonderheiten der medizinischen Versorgung im Gebirge vertraut zu machen.

Vergangenes Wochenende stand sozusagen die „Meisterklasse“ der Medic-Ausbildung am Kurskalender des Ausbildungszentrums Jamtal. Im Rahmen des Alpin-Medic III konnten 18 Bergretterinnen und Bergretter diese Fortbildung erfolgreich abschließen. Zeitgleich bildeten sich auch 3 Bergrettungsärzte im Bereich der taktischen Alpinmedizin fort.

Schwierige Einsatzübung
Ein Highlight des Kurses war die Bergung eines Patienten aus einer extrem steilen Schneerinne. Schwerste Verletzungen im Bereich Becken und Wirbelsäure machten eine besonders schonende, aber gleichzeitig schnelle Rettung notwendig. Dabei spielte der Prototyp des Akja-Moduls unserer Titantrage eine große Rolle. Mit Rückhalteseilen gesichert wurde dieses einzigartige Tragensystem zum Patienten abgelassen. Während der ersten medizinischen Versorgung schützte der XL-Biwaksack („Wärmezelt“) unseres Wärme-Management-Sets den Patienten vor Schnee- und Eisschlag. In weiterer Folge konnte der Patient in der Trage liegend durch die schmale Rinne abgelassen werden. Anschließend wurde die Trage mit aufsteckbaren Holmen bestückt, was sie zu einem voll funktionsfähigen Akja für den weiteren Abtransport zur Schutzhütte verwandelte.


 

Kursbericht: Grundkurs Winter 3 - 31. März bis 7. April 2018

Der Weg zum Bergrettungsmitglied

Bergsteiger die die sich in der Bergrettung engagieren möchten haben einen langen Weg vor sich. Zuerst muss man sich in der zuständigen Ortsstelle (jene in deren Einsatzgebiet man sich hauptsächlich aufhält) erkundigen ob Bedarf für ein neues Mitglied besteht. Ist dies der Fall gilt es für ein ganzes Jahr an möglichst vielen Übungen und Schulungsabenden der Ortsstelle teilzunehmen. Auch bei Einsätzen können Anwärter, wenn auch in zweiter Reihe, bereits teilnehmen.

Nach diesem Jahr der Anwärterschaft muss die Überprüfung der Landesleitung positiv bestanden werden. Zuerst werden im Sommer gewisse seiltechnische Fertigkeiten, das Kletterkönnen und die koordinativen Fähigkeiten im Schrofengelände geprüft. Im darauffolgenden Winter muss der Anwärter dann im Rahmen einer Skitour seine Kondition und Skitechnik unter Beweis stellen.

Erst wenn diese Überprüfungen abgeschlossen sind beginnt die offizielle Grundausbildung im Ausbildungszentrum Jamtal. Im Rahmen von 2 einwöchigen Kursen werden Sommer wie Winter die notwendigen Fertigkeiten des Bergretters im Detail erlernt. Weitere Infos zur Ausbildung finden sich auf dieser Seite.

Intensive Ausbildungswoche beim ersten Grundkurs

Die Woche vom 31. März bis 7. April 2018 zeichnete sich durch ausgezeichnete Verhältnisse für den Kursbetrieb aus. Zum einen gab es traumhaften Schnee: bei den Ausbildungstouren jubelten die Teilnehmer bei den Abfahrten über besten Pulver! Andererseits zeigte sich das Wetter von seiner stark wechselhaften Seite. Dies kam besonders bei den Orientierungsübungen gelegen, denn im Nebel erhält die Arbeit mit Karte, Bussole und GPS-Gerät einen realistischen Touch.

Ein ständiger Begleiter während der Woche war der Wind. Und da dieser bekannter Weise der „Baumeister der Lawinen“ ist konnten bei den durchgeführten Schneedeckenanalysen erstaunliche Resultate beobachtet werden. Eine Gruppe konnte etwa 2 große Rutschblöcke beim Wippen bzw. bei leichtem Springen auslösen.

Schlussendlich waren die Verhältnisse aber doch sicher genug um zahlreiche tolle Gipfel des Jamtals besteigen zu können: Augstenberg, Piz Urschai, Dreiländerspitze, Schwabenkopf (unter Insidern auch als „Bergretterspitze“ bekannt) und Haagspitze wurden von den 4 Gruppen „erobert“.

Natürlich standen auch zahlreiche theoretische Vorträge und Übungen in Hüttennähe auf dem Stundenplan, der hier eingesehen werden kann.

Die Ausbilder zeigten sich von der großen Motivation der Teilnehmer begeistert und wünschen allen eine schöne Zeit in den Bergen. Wir sehen uns wieder beim Sommerkurs!


 

Kursbericht: INTERREG Lawinenretter - 23. bis 25. März 2018

Gemeinsame Ausbildung
Vom 23. bis 25. März trafen sich Bergretter aus insgesamt 14 verschiedenen Nord- und Südtiroler Ortsstellen im Ausbildungszentrum Jamtal, um sich intensiv mit dem Thema Lawineneinsatz zu beschäftigen. Die Harmonisierung der Ausbildung stellt ein zentrales Element des derzeitig laufenden INTERREG-Projekts START (ITAT3023) dar. Im Rahmen verschiedener Kurse sollen die Einsatzstrategien von Bergrettungsorganisationen im Projektraum Nord-, Ost- und Südtirol, sowie Kärnten und Belluno gemeinsam analysiert werden. Der Blick über die Landes- und Staatsgrenzen hinaus bietet somit großes Potential zur Verbesserung der Einsatzabläufe – und davon profitiert schlussendlich der Patient.

Hervorragende Rahmenbedingungen
Die Bergrettung Tirol ist auf ihr Ausbildungszentrum (ABZ) besonders stolz. Dank intensiver Bemühungen durch das Land Tirol bietet dieser Stützpunkt in der Silvretta ideale Trainingsbedingungen. In der Umgebung des ABZ lassen sich Winter wie Sommer alle erdenklichen Einsatzszenarien perfekt trainieren. Für unliebsame Überraschungen sorgt hier manchmal nur das Wetter. Dieses zeigte sich beim INTERREG-Kurs aber von seiner allerbesten Seite und so freuten sich alle über Pulverschnee und strahlenden Sonnenschein.

Umfangreiche Ausbildung
Wer jetzt meint, dass sich die Kursteilnehmer nur zu einem besonders netten Skitouren-Wochenende getroffen haben, liegt weit daneben: die Ausbildung und die Erprobung neuer Techniken stand stets im Mittelpunkt. Beispielsweise wurde der Prototyp des Akja-Aufsatzes unserer Titantrage im Tiefschnee getestet. Im Stationsbetrieb wurde der Umgang mit LVS-Geräten und Recco geübt, und ein weiterer Schwerpunkt lag selbstverständlich auf der medizinischen Versorgung von Lawinenopfern. Diverse Vorträge, unter anderem durch den Lawinenwarndienst Tirol, rundeten das Programm ab. Höhepunkt eines Lawinenkurses ist immer ein großer Übungseinsatz. Nur durch perfekte Zusammenarbeit aller Beteiligten kann das einzige relevante Ziel erreicht werden: die schnellstmögliche Bergung aller Verschütteten.

Das Projekt START (Nr. 3023) ist durch die Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und das Programm InterregV-A Italien-Österreich gefördert.

Kursbericht: Grundkurs Winter 2 - 10. bis 17. März 2018

Tolle Abfahrten trotz viel Wind

Wie so oft am Alpenhauptkamm sorgte der Föhn zeitweise für stürmische Verhältnisse. Dennoch konnten im Rahmen der Ausbildungstouren zahlreiche tolle Gipfel erreicht werden. Beispielsweise standen alle Gruppen auf der anspruchsvollen Dreiländerspitze am Grenzpunkt zwischen Tirol, Vorarlberg und der Schweiz. Weitere Tourenziele waren die südliche Chalausspitze, Gemsspitze und der Piz Urschai.

Die Ausbilder waren mit dem Niveau der Kursteilnehmer sehr zufrieden. Auch die insgesamt sehr guten Schneeverhältnisse sorgten bei den Abfahrten für lächelnde Gesichter.

Einziger Wehrmutstropfen war der Umstand, dass aufgrund der erhöhten Lawinengefahr nicht eisgeklettert werden konnte. Die Eisfälle im Jamtal befinden sich in sehr steilem und daher lawinengefährlichem Gelände.

Wir wünschen allen Teilnehmern ein schönes Finale der Wintersaison und freuen uns auf ein Wiedersehen beim Sommerkurs im Jamtal!
 

Kursbericht: Lawinenretter und Alpin-Medic III - 02. bis 04. März 2018

Technik und Medizin
Unsere sogenannten „Kombi-Fortbildungskurse“ im Ausbildungszentrum Jamtal zeichnen sich durch ihren hohen Praxisanteil und durch das Zusammenspiel von technischem und medizinischem Training aus. Das Kursprogramm ist so gestaltet, dass die Teilnehmer der Kurse „Lawinenretter“ und „Alpin-Medic 3“ praktische Übungen gemeinsam durchführen und somit realitätsnahe Einsatzszenarien geschaffen werden. Besonders bei Lawineneinsätzen ist ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Lawinenrettern - die primär die Suche mittels unserer Strategie „Rasterfahndung im Schnee“ durchführen, und unseren „Alpin-Medics“ - die sich in besonderem Maße um die Versorgung der Patienten kümmern, extrem wichtig.

Ultraleichter Akja
Das Ausbildungszentrum Jamtal ist aber nicht nur für seinen regulären Kursbetrieb bekannt. Viele Hersteller von Bergsport- und Rettungsmaterial wissen auch über dessen Bedeutung als hochalpines Testgebiet Bescheid. Auch bei diesem Kurs wurde ein Prototyp unter schonungslosen Verhältnissen getestet: Unsere neue FERNO Titantrage soll zukünftig, mittels einfach zu montierenden Zubehör, in einen vollwertigen Akja verwandelt werden können. In Kombination mit einem Einweg-Bergesack und einer Isomatte ergäbe sich somit ein ultraleichtes Set für winterliche Abtransporte. Die Kursteilnehmer und die Ausbilder zeigten sich im Rahmen einer Abfahrt vom Rußkopf, bei wechselhaften Schneeverhältnissen und Geländeneigungen, in Bezug auf die Fahreigenschaften des Akjas durchaus optimistisch. Ausgiebige weitere Tests werden folgen!
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 1 - 17. bis 24. Feber 2018

Fest in Außerferner Hand
Der erste Grundkurs des Jahres zeichnete sich durch viele Besonderheiten aus. Beginnen wir mit der Kursgröße und der Zusammensetzung: während bei den meisten Grundkursen rund 30 Teilnehmer aus allen Teilen Tirols versuchen mit den unterschiedlichen Dialekten der Kameraden klar zu kommen, stellte dies beim Kurs im Feber keine Herausforderung dar. Es gab nur 12 TeilnehmerInnen, wovon gleich 9 aus dem Bezirk Reutte kamen. In Prozentzahlen gesprochen war diesmal auch der Frauenanteil besonders hoch: erfreuliche 25% weibliche Kursteilnehmerinnen gab es im Jamtal vermutlich noch nie.

Traumhafte Verhältnisse
Besonders waren auch die Rahmenbedingungen des Kurses. Wie überall im Land liegt auch im Jamtal eine unglaubliche Menge Schnee. Die Kombination aus Powder und herrlichem Wetter ließ die Schifahrerherzen höher schlagen. Nicht nur die Teilnehmer waren begeistert, auch langgediente Ausbilder können sich an nur wenige Kurse mit vergleichbaren Verhältnissen erinnern.

Effiziente Übungen
Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl vielen natürlich auch die Gruppengrößen klein aus. Dadurch konnten die vielen Lehrinhalte besonders effizient geschult werden und es blieb viel Zeit für deren Anwendung in der Praxis. Bei einer groß angelegten Lawinenübung kam die Suchstrategie „Rasterfahndung im Schnee“ zum Einsatz. Dabei wird die Lawine systematisch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nach Verschütteten abgesucht. Die Ausbilder zeigten sich beeindruckt, dass dieses komplexe Einsatzszenario von den Kursteilnehmern auf Anhieb sehr gut gemeistert wurde.

Durchwegs positives Resümee
Den Worten eines Teilnehmers ist nicht viel hinzuzufügen: „Eine rundherum gelungene Woche, mit ausschließlich Höhen und tollen Erinnerungen ans Jamtal und das Ausbildungsteam. Die Stimmung war Bestens, alle schwärmten von Gourmetkoch Vinzenz, der uns kulinarisch sowie privat eine unvergessliche Zeit bescherte.“

 

Kursbericht: Alpin-Medic 3 - 09. bis 11. Feber 2018

Von Freitag bis Samstag fand der erste Kurs des neuen Jahres im Ausbildungszentrum Jamtal statt. 18 Teilnehmer aus 9 Ortsstellen konnten somit den dritten, und damit letzten Teil der Alpin-Medic-Ausbildung, erfolgreich abschließen. Diese medizinische Ausbildung innerhalb der Bergrettung Tirol wurde bis ins kleinste Detail auf die Anforderungen einer alpinen Rettungsorganisation optimiert. Im Mittelpunkt steht dabei immer die optimale Versorgung des Patienten. Um dies zu gewährleisten greift die Bergrettung Tirol auf modernste Medizinprodukte zurück, welche sich auch im militärischen Einsatz bewährt haben. So sonderbar dies im ersten Moment auch klingen mag: Die Verwundetenversorgung bei Kampfhandlungen ähnelt in vielen Punkten jener am Berg. Es gilt in beiden Fällen mit möglichst wenig Material auszukommen, und den unmittelbaren Gefahrenbereich schnellstmöglich zu verlassen.

Unter der professionellen Anleitung von 6 Ausbildern konnten verschiedenste Einsatzszenarien durchgespielt werden. Besonders erfreulich und erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass mit Hannah K. das erste Mal eine Frau fixes Mitglied des Ausbildungsteams wurde.

Natürlich stellen Lawineneinsätze im Winter immer einen Schwerpunkt der Lehrinhalte dar. Darüber hinaus wurden aber auch die Versorgung eines Patienten im ausgesetzten Gelände eines Felsgrates, sowie der Abtransport im steilen Skigelände mit dem Akja geübt. Letzteres erforderte vollen Einsatz aller Kursteilnehmer, mussten doch mehrere „Tote Männer“ (Verankerungen durch vergrabene Ski) eingerichtet werden, um den Akja samt Patient zügig am Seil gesichert abfahren zu lassen.

Kursbericht: Grundkurs Sommer 4 - 09. bis 17. September 2017

„War das jetzt ein Sommerkurs oder ein Winterkurs?“, diese Frage dürften sich wohl viele Betrachter der Kursfotos stellen. Von stabilem Herbstwetter gab es auf jeden Fall keine Spur, viel mehr pflügten sich die Teilnehmer an den Tourentagen durch beachtliche Neuschneemengen.

Eine besonders spektakuläre Tour bei diesen Verhältnissen stellte jene auf die Dreiländerspitze dar. Der sehr exponierte Felsgrat in Gipfelnähe stellt bei Schneeauflage große Anforderungen an jeden Alpinisten. Für angehende Bergretterinnen und Bergretter sind solche Herausforderungen gerade richtig und bald standen alle mit einem zufriedenen Lächeln am Gipfel.

Ein Highlight des Kurses war natürlich auch das Gletschertraining mit Hubschrauberunterstützung. Das Team von Wucher Helicopter war in ganz besonderer Weise hilfsbereit und kooperativ. Äußerst effizient wurde der ganze Kurs zum Übungsort an der Zunge des Jamtalgletschers geflogen, wo diverse Rettungstechniken ideal geschult werden konnten.

Trotz der widrigen meteorologischen Umstände berichten die Ausbilder von einer stets sehr großen Motivation der Kursteilnehmer, und auch die Kameradschaft zwischen den Bergrettern aus allen Landesteilen Tirols war vorbildlich.
Die Bergrettung Tirol gratuliert den Teilnehmern und freut sich über 29 neue Bergretterinnen und Bergretter! Alles Gute für eure Zukunft in der Bergrettung Tirol!

 

Kursbericht: Einsatztaktik und Alpin-Medic I - 01. bis 03. September 2017

Einsatztaktik unter besonders realen Bedingungen

Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn gab es einen drastischen Temperatursturz und das hintere Jamtal hüllte sich in eine Schicht Neuschnee. Somit waren die Rahmenbedingungen für einen sehr anspruchsvollen Fortbildungskurs ideal!

Einsatzleiter aus allen Teilen Tirols trafen sich um Erfahrungen bei ihrer äußerst verantwortungsvollen Tätigkeit auszutauschen und sich auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Zudem konnten zahlreiche Fragen zu Alarmierung und Zusammenarbeit mit anderen Blaulichtorganisationen geklärt werden. Hierzu wurden mit den anwesenden Mitarbeitern der Polizei und der Leitstelle Tirol echte Profis auf ihrem Gebiet als Vortragende gewonnen.

Höhepunkt des Kurses war die große Abschlussübung welche gemeinsam mit dem Alpin-Medic Kursteil absolviert wurde. Dazu haben sich unsere Ausbilder ein neues, besonders anspruchsvolles Szenario einfallen lassen:
Die Alarmierung erfolgte durch die Notfall-App der Bergrettung Tirol, wodurch die genauen Koordinaten des Einsatzortes bekannt waren. Die Einsatzleitung konnte die Bergretterinnen und Bergretter nun zielgenau zur Position des Unfallmelders navigieren. Hierfür wurde die spezielle Suchsoftware „LISA“ bzw. die dazugehörige Navigations-App verwendet.

Am Einsatzort angelangt gab es jedoch eine Überraschung: Es gab mehr Verletzte als erwartet und zwei davon befanden sich zudem auf der anderen Bachseite. Nun musste schnell eine alternative Taktik gefunden werden…

Die Ausbilder zeigten sich vom Einsatzeifer der Kursteilnehmer begeistert, gerade unter diesen besonders schwierigen Bedingungen! Ein großes Dankeschön gebührt auch den Vertretern von Polizei und Leitstelle Tirol welche unsere Ausbildung immer wieder tatkräftig und unkompliziert unterstützen!
 

Kursbericht: Dyneema II und Alpin-Medic II – 21. bis. 23. Juli 2017

Die Bergrettung Tirol nutzt schon seit vielen Jahren hyperstatische Seile aus Dyneema. Trotz ihres geringen Durchmessers von nur 8 mm sind diese mantellosen Seile extrem robust und dank ihres geringen Gewichts für den Einsatz bei der Bergrettung ideal. Wie bei jedem speziellen Werkzeug braucht es aber eine ordentliche Portion Fachwissen um sicher damit umgehen zu können.

Der Fortbildungskurs Dyneema II richtet sich daher an erfahrene Bergretter die bereits mit den Standard-Dyneema-Bergetechniken (Mannschaftsseilrolle und Mannschaftsflaschenzug) gearbeitet haben und sich nun Expertenwissen für Spezialeinsätze aneignen wollen.

Wie die Fotos verraten gab es von diesen „Spezialeinsätzen“ im Rahmen von Übungen im Ausbildungszentrum Jamtal jede Menge! Beispielsweise mussten die Teilnehmer eine Seilbahn quer über eine Schlucht spannen, um einen Patienten aus seiner misslichen Lage auf einem Stein, mitten im reißenden Wildbach, zu befreien.

Wie bei unseren Fortbildungskursen üblich, wurden die „Techniker“ tatkräftig vom Kursteil „Alpin-Medic II“ unterstützt. Unsere Medics lernen im Rahmen ihrer dreiteiligen Ausbildung die anspruchsvollen medizinischen Grundlagen für die ideale Notfallversorgung im alpinen Gelände. Die Bergrettung Tirol erarbeitete hierfür die Strategie „Taktische Alpinmedizin“. Angelehnt an militärische Erfahrungen können damit Situationen, die für Verletzten und Retter gleichermaßen brenzlig sind, sicher und effizient gelöst werden.

 

Kursbericht: Grundkurs Sommer 2 – 08. bis 16 Juli 2017

Die letzten drei Tage des Grundkurses standen ganz im Zeichen der Alpin-Medic Ausbildung. Unsere Neo-Bergretter erhielten dort ein erstes medizinisches Rüstzeug für die Versorgung von Patienten im alpinen Gelände. Im Anschluss können sie sich bei den Fortbildungskursen Alpin-Medic II und III noch tiefer mit diesem wesentlichen Aspekt der Bergrettungsarbeit befassen.

Zuvor standen von Samstag bis Donnerstag (Seil-)technische Inhalte auf dem Kursprogramm. In 5 Gruppen wurden alle Handgriffe geübt, die für einen sicheren Seilschaftsablauf im Gebirge essentiell sind. An zwei Tourentagen konnten die erlernten Techniken gleich in der Praxis umgesetzt werden. Obwohl das Wetter wegen der rapide wechselnden Verhältnisse eine schwierige Ausgangslage darstellte, konnten dennoch anspruchsvolle Touren unternommen werden. Highlights waren etwa die Überschreitung des Chalausgrats (11 SL, IV) und die erste Wiederholung der Route „Das grüne Auge“ (8 SL, VI+) am Hinteren Satzgrat. Bei diesen und anderen Klettertouren war auch der sichere Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln zu meistern.

Ausgerechnet am Tag des Spaltentrainings mit Hubschrauberunterstützung verhüllten dichte Wolken die Gletscher im Jamtal. So musste die Übung kurzerhand ins felsige Gelände im Bereich „Breites Wasser“ verschoben werden.

Der Autor dieses Berichts bedankt sich bei seiner Gruppe für die tolle Woche im Ausbildungszentrum und wünscht allen Teilnehmern alles Gute für die Zukunft in der Bergrettung Tirol!
 

Kursbericht: 2 x Dyneema I und Alpin-Medic II – 30. Juni bis 5. Juli 2017

Unterschiedlicher könnten die Verhältnisse nicht sein.

Während sich die Lehrinhalte der beiden Kurse nicht sonderlich voneinander unterschieden, zeigte uns das Wetter wiedereinmal auf deutliche Weise, wie sehr es Einfluss auf die Arbeit der Bergrettung ausübt. So plagten sich die Teilnehmer des ersten Kombikurses bei den diversen Einsatzübungen auf extrem rutschigem Fels. Starker Regen und niedrige Temperaturen konnten den Eifer aber nicht brechen und so war die einstimmige Meinung: „Bei einem echten Einsatz kann man sich das Wetter auch nicht aussuchen“. Diese realistischen Bedingungen wurden dann sogar maximal ausgenützt und gleich 4 Einsatzübungen hintereinander abgehalten.

Etwas entspannter verlief der zweite Kombikurs, der am Montag begann. Wie die Fotos verraten, konnte auf die warme Jacke verzichtet werden. Wie immer ließ sich unser Medic-Ausbildungsteam wieder knifflige Übungsszenarien einfallen. Dyneema- und Medic-Kursteil ergänzten sich gegenseitig zu einer gelungenen Fortbildung im ABZ Jamtal.
 

Kursbericht: Grundkurs Sommer 1 - 17. bis 25. Juni 2017

Die Bergrettung Tirol freut sich über 23 neue Mitglieder, die in der vergangenen Woche ihre Grundausbildung abschließen konnten.

Beim ersten Grundkurs der heurigen Sommersaison freuten sich Teilnehmer und Ausbilder über hochsommerliches Prachtwetter. Strahlender Sonnenschein und außerordentlich warme Temperaturen begleiteten die Ausbildung vom ersten bis zum letzten Tag. Da verwundert es nicht, dass neben den umfangreichen Übungen zu planmäßigen Bergetechniken, von den Gruppen auch tolle Bergtouren gemacht werden konnten. Totennadeln, Paulcketurm und der Chalausgrat hinauf zur Bergretterspitze waren einige der Highlights im steilen Fels der Silvretta.

Wie bei jedem Grundkurs im Sommer stellte aber natürlich das Spaltenbergungstraining mit Hubschrauberunterstützung den Höhepunkt der Woche im Ausbildungszentrum dar. Dieses Mal konnte eine besonders spektakuläre Gletscherspalte gefunden werden – ein geradezu perfekter „Spielplatz“ für Bergretter! Während mit dem Zweibein die planmäßige Bergung aus Spalten geübt wurde, galt es für die Bergretter auf der anderen Seite der Spalte sich selbst aus ihrer „misslichen“ Lage zu befreien.

Die Ausbilder zeigten sich von der Motivation und Kameradschaft der Teilnehmer begeistert und die ganze Bergrettung Tirol wünscht den neuen Vollmitgliedern alles Gute für Ihre bevorstehenden Einsätze.

 

Kursbericht: Grundkurs Winter 4 - 29. April bis 6. Mai 2017

Der unerwartete Neuschnee Ende April bescherte den Teilnehmern des letzten Grundkurses ein fulminantes Ende der Wintersaison im Jamtal.

Der Kurs war geprägt durch tief winterliche Verhältnisse: Sonne und Schneefall wechselten sich laufend ab und somit kamen die angehenden Bergretter in den Genuss ihre Spuren durch feinsten Powder zu ziehen – und das alles Anfang Mai!

Das Kursprogramm wurde den Wetterverhältnissen angepasst. Während bei dichtem Schneefall realitätsnah planmäßige Methoden wie die „Rasterfahndung im Schnee“ geübt wurden, konnten die Phasen mit Schönwetter für die Gletscherausbildung ideal genutzt werden.

Die Stimmung der Teilnehmer war entsprechend gut und auch ihr Einsatz und Tatendrang prägten den Kursverlauf. Auch wenn einige Teilnehmer wohl aufgrund ungenügender Vorbereitung mit Kondition und Technik zu kämpfen hatten, war der Kurs dennoch ein gelungener Abschluss der Winterausbildung 2017.

Kursbericht: Technischer Basiskurs und Medic II - 21. bis 23. April 2017

Zum ersten Mal fand im Jamtal ein sogenannter „Technischer Basiskurs“ statt. Am Lehrplan standen dabei seiltechnische Grundlagen welche zum Rüstzeug jedes Bergretters gehören: Sicherungstechnik mit Reverso, Standplatzbau und behelfsmäßige Rettungstechniken. Auf das Training von planmäßigen Einsatzstrategien wurde dabei bewusst verzichtet um den Teilnehmern möglichst viel Zeit für die Auffrischung dieser „Basics“ zu geben.

Zeitgleich wühlten sich unsere angehenden Alpin-Medics beim 2. Kursteil der Medic-Ausbildung durch die winterliche Landschaft im Jamtal. Mit großem Eifer konnten verschiedene Einsatzübungen gemeistert werden, wobei natürlich die medizinische Versorgung der Patienten im Vordergrund stand.
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 3 - 08. bis 15. April 2017

Die Ausbilder des dritten Grundkurses zeigten sich vom Niveau der Teilnehmer beeindruckt. „Eine ähnlich starke Gruppe hatte ich in den vielen Jahren im Jamtal noch nie“, so die Aussage eines Bergführers.

Höchstleistungen bei Traumwetter

Kein Wunder also, dass die Teilnehmer des dritten Grundkurses dieser Wintersaison auf eine besonders ereignisreiche Zeit im Ausbildungszentrum Jamtal zurückblicken können. Neben den umfangreichen Lehrinhalten (siehe Kursprogramm) konnten zahlreiche Gipfel im Rahmen von Ausbildungstouren abgehakt werden – Fluchthörner, Dreiländerspitze und Haagspitze waren nur einige davon. Dank der guten Kondition der Teilnehmer war der Aktionsradius diesmal besonders hoch und so wurde sogar „skifahrerisches Neuland“ auf der Schweizer Seite der Silvretta erkundet.
 

Kursbericht: Alpin-Doc und Alpin-Medic II - 31. März bis 2. April 2017

„Ich fuhr zum Kursbeginn am Freitag mit etwas Bauchweh ins Jamtal, verließ es am Sonntag aber mit großer Euphorie“, so der Rückblick eines medizinischen Ausbilders. Ein neuer Kurs stellt die Ausbilder natürlich immer vor besondere Herausforderungen, noch dazu wenn die Teilnehmer allesamt bereits Profis sind. In diesem Fall waren es ausgebildete Ärzte welche sich im Ausbildungszentrum Jamtal im Bereich der alpinen Notfallversorgung fortbildeten.

Gemeinsam mit den Teilnehmern des zeitgleich stattfindenden Kursteils „Alpin-Medic II“ wurde in diversen Einsatzübungen auf die Besonderheiten der Patientenversorgung im Gebirge eingegangen. Dabei ging es mit anspruchsvollen Szenarien auch seiltechnisch zur Sache. Beispielsweise galt es verunglückte Bergsteiger aus einer senkrechten Felswand zu bergen, um sie im Anschluss nach modernsten Standards medizinisch versorgen zu können. Bei einer anderen Übung waren die Kursteilnehmer gefordert den zahlreichen Opfern eines Seilbahnunglückes, nach ihren unterschiedlichen Verletzungsgraden gereiht, zu helfen.

Die Teilnehmer beider Kursteile zeigten sich vom umfangreichen Kursprogramm sowie den vielen neuen Eindrücken begeistert.

 

Kursbericht: Lawinenretter, Alpinmedic und EUREGIO - 24. bis 26. März 2017

Ein äußerst betriebsames Wochenende im ABZ Jamtal

Trotz der ohnehin schon zeitaufwendigen Mitgliedschaft bei der Bergrettung engagieren sich unsere ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter bei den Fortbildungskursen im Jamtal. So trafen sich am Freitag, bunt aus allen Landesteilen Tirols zusammengewürfelte Kameraden, für den Kombikurs Lawinenretter und Alpin-Medic III.

Zudem fand zeitgleich der zweite Kurs der sogenannten „EUREGIO-Bergretter“ Ausbildung statt. Dabei treffen sich Bergretter aus Nord- Ost- und Südtirol für einen Erfahrungsaustausch der über die Landesgrenzen hinausreicht.

Nicht nur aufgrund des herrlichen Wetters konnte diese Kurse auf sehr hohem Niveau erfolgreich durchgeführt werden. Ausbilder und Teilnehmer gaben alles und blicken auf drei lehrreiche Tage im Jamtal zurück bei denen auch zahlreiche neue Freundschaften geschlossen wurden.

Das Highlight der Kurse war bestimmt die große gemeinsame Abschlussübung. Nicht weniger als neun verschüttete Personen mussten aus dem Übungs-Lawinenfeld befreit werden. Dabei kamen neben der LVS-, Recco- und Sondensuche auch Lawinenhunde zum Einsatz. Dank der vorbildlichen Einsatzleitung eines Kursteilnehmers konnte diese schwierige Lawinenübung perfekt gelöst werden.

Danke Markus und Christian für die tollen Bilder!
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 2 - 11. bis. 18. März 2017

Viel Sonnenschein und beste Verhältnisse beim zweiten Grundkurs.

Die angespannte Lawinensituation beruhigte sich zum Glück sehr schnell, wodurch die Ausbildung im Jamtal ohne Einschränkungen durchgeführt werden konnte. Die gesamte Woche dominierte strahlender Sonnenschein und dementsprechend war auch die Stimmung und Motivation unter den Teilnehmern sehr hoch.

Bei den Ausbildungstouren mit anspruchsvollen Zielen wie Dreiländerspitze, Augstenberg und Fluchthörner konnte das erlernte Lawinenwissen in der Praxis gefestigt werden. Bei den Abfahrten in größtenteils feinstem Pulverschnee kam natürlich auch der Spaßfaktor nicht zu kurz.

Am Kursprogramm standen außerdem zahlreiche Übungen in den Gruppen: Die sogenannte „Rasterfahndung im Schnee“ stellte dabei einen Ausbildungsschwerpunkt dar.
 

Kursbericht: Lawinenretter und Alpin-Medic 3 - 03. bis 05. März 2017

Neuschnee, Stürme, Übungen und ein realer Einsatz

Ein ereignisreicher Fortbildungskurs nahm am 5.3. ein gutes Ende. Alles begann damit, dass bei der Anreise der Ausbilder und des Kochs festgestellt wurde, dass die Wasserleitung des Ausbildungszentrums eingefroren war. Nachdem eine Notleitung von der benachbarten Jamtalhütte verlegt wurde konnte dieses Problem vorübergehend aber schnell gelöst werden.

Die nächste Herausforderung an alle Kursteilnehmer brachte dann der Föhnsturm vom Samstag. Bei miserablen, aber umso Praxis näheren Verhältnissen wurde die Ausbildungstour zum echten Erlebnis. Zeitgleich war aber für zwei Tourengeher unterhalb der Ochsenscharte die Sache sehr ernst: Der dichte Nebel und heftige Schneefall machte ein Weiterkommen für sie unmöglich. Am Jamtalferner auf etwa 2.800 m machten sie das Richtige in ihrer Situation: sie gruben sich in einer Schneehöhle ein und verständigten den Hüttenwirt der Jamtalhütte.

Daraufhin wurde eine gemeinsame Rettungsaktion mit der Ortsstelle Galtür und auf der Hütte anwesenden Polizeibergführern organisiert. Während die Ausbildung für die restlichen Kursteilnehmer weiterging starteten 7 Retter zu den festsitzenden Personen am Jamtalferner. Die Beschreibung eines der Bergretter: „Wir gingen wie in einem Sack – nur mittels GPS und den Koordinaten welche die Leitstelle von den beiden Tourengehern erhalten hat, war es möglich die Personen zu finden, und letztlich unverletzt bis zur Jamtalhütte zu bringen.“

Hervorgehoben muss die bestens funktionierende Zusammenarbeit von der Bergrettungsortsstelle Galtür, der Leitstelle Tirol und den Polizeibergführern aus der Steiermark werden.

Bestens funktionierte dann auch am Sonntag die gemeinsame Übung beider Gruppen im neuerlichen Schneefall. Am Nachmittag konnte schließlich bei Sonnenschein und mehr als 30 cm Neuschnee die Fahrt ins Tal angetreten werden.
 

Kursbericht: Grundkurs Winter 1 - 18. bis 25. Feber 2017

Eine geballte Ladung Lawinen-Knowhow!

Auf dem Weg, ein aktives Mitglied der Bergrettung Tirol zu werden, ist der 8-tägige Grundkurs im Winter, nach einem Jahr Anwärterschaft in der Ortsstelle und den beiden Leistungsüberprüfungen, der Auftakt der Grundausbildung in unserem Ausbildungszentrum Jamtal.

Beim ersten Grundkurs in diesem Winter überraschten die guten Schneeverhältnisse auf den Gletschern des Jamtals. Nachdem sich Sonne und Schneestürme abwechselten, konnten sich Teilnehmer und Ausbilder über herrliche Abfahrten im Pulverschnee freuen. Neben den Ausbildungstouren standen aber natürlich auch zahlreiche planmäßige Bergetechniken am Lehrplan. Bei Schneefall und Wind wurde die „Rasterfahndung im Schnee“, unsere systematische Suche nach Lawinenverschütteten, im Rahmen von Einsatzübungen geschult.

Das Thema Lawine dominiert im Winter selbstverständlich die Lehrinhalte. So wird den Teilnehmern in Theorie und Praxis ein umfangreiches Wissen im Bereich Schnee- und Lawinenkunde vermittelt.

Die Einhaltung der Hüttenruhe stellte für die Teilnehmer dieses Kurses keine Probleme dar. Kein Wunder also, dass die Ausbilder von überdurchschnittlichem Engagement und Tatendrang berichteten. Die Fotos von Ausbilder Jörg beweisen, dass alle eine schöne Zeit im Jamtal hatten – vielen Dank dafür!
 

Kursbericht: Eiskurs und Alpin-Medic – 13. bis 15. Feber 2017

Aufgrund der großen Nachfrage wurde von Montag bis Mittwoch ein zweiter Eiskurs in den Kurskalender eingeschoben. Zeitgleich fand auch die Alpin-Medic Ausbildung statt.

Der Termin für diesen Kurs war perfekt gewählt: strahlender Sonnenschein ist zwar gut fürs Gemüt des Eiskletterers, aber Gift für dessen Objekt der Begierde… Am Mittwoch konnte man dem Eisturm und den natürlichen Wasserfällen schon recht gut ansehen, dass ihnen zu warm war.

Neben der Verbesserung des Eigenkönnens standen natürlich wieder planmäßige Rettungstechniken auf dem Lehrplan. Die Bergung eines verletzten Eiskletterers zählt sicher zu den größten Herausforderungen für eine Bergrettungsmannschaft. Gemeinsam mit dem geballten medizinischen Fachwissen des Alpin-Medic Kursteils konnte aber auch die schwierige Abschlussübung gemeistert werden.

Kursbericht: Eiskurs und Alpin-Medic III - 10. bis 12. Feber 2017

Ein absolut gelungener Kurs“

Der erste Kurs des Jahres ist immer eine besondere Herausforderung. Umso größer ist dann die Freude über positive Rückmeldungen der Teilnehmer.

Heinrich G. von der Ortsstelle Axams war einer dieser zufriedenen Bergretter beim Fortbildungskurs „Alpin-Medic 3“. Für ihn war der Kurs eine gelungene alpinmedizinische Vertiefung und Auffrischung mit zahlreichen praxisnahen Einsatzübungen. So wurden etwa am Samstag nicht weniger als 5 verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt, wie zum Beispiel die medizinische Versorgung eines schwer verletzten Eiskletterers.
Schwerpunkt des Alpin-Medic Kursteiles stellten aber ganz klar Lawinenunfälle dar. Bei komplizierten Szenarien mit Mehrfachverschüttungen standen Themen wie Reanimation und Wärmeerhalt am Lehrplan.

Zeitgleich mit der Alpin-Medic Ausbildung wurde der erste Eiskurs der Saison abgehalten. Bereits am Freitagnachmittag hatten die Teilnehmer dieses Kurses ersten Eiskontakt am wunderbar gewachsenen künstlichen Eisturm beim ABZ. Grundlagen wie Standplatzbau und Sicherungstechnik, aber auch die Verfeinerung der eigenen Steigeisentechnik konnten hier ideal geschult werden.

Der Kombikurs „Eisklettern“ und „Alpin-Medic 3“ fand am Sonntag bei einer äußerst anspruchsvollen gemeinsamen Abschlussübung seinen Höhepunkt. Auch wenn es dabei zu Problemen mit der Funk-Kommunikation gab, zeigte sich ein weiteres Mal wie wichtig es ist, dass technisches und medizinisches Fachwissen bei einem Bergrettungseinsatz wie Zahnräder ineinander greifen müssen.

Kursbericht: Dyneema II und Alpin-Medic II - 16. bis 18. September 2016

Wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist, wurde von den Teilnehmern der Fortbildungskurse Dyneema II und Alpin-Medic II wieder sehr viel gefordert.
Besonders erwähnenswert ist die Bergeübung aus einem Klettersteig. Wer die mit Flechten bewachsenen Felsen der Silvretta kennt, der weiß auch über deren Eigenschaften bei Nässe Bescheid: Selbst große Griffe und Tritte werden extrem rutschig, was die Fortbewegung heikel macht.
Dennoch konnte das Übungsziel, die Rettung eines Kindes und seiner verletzten Begleitperson, professionell erreicht werden. Im Zuge dieses Übungseinsatzes wurde auch der für 10-12 Personen ausgelegte Biwaksack auf einem Felsabsatz installiert. Es zeigte sich, dass der Einsatz dieses praktischen Wetterschutzes auch im schwierigen Terrain durchaus möglich ist.
 
Termine ABZ
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